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Es war schon immer mein Jugendtraum einmal ein Goggomobil zu besitzen. Ursprünglich wollte ich so ein Fahrzeug selbst restaurieren,doch jetzt fehlt mir die Zeit dazu. Also sollte es ein fahrbereites Goggo sein. Angetrieben durch meinen Chef, der sich auch für Oldtimer interessiert und bereits einen VW-Käfer Bj. 67 und einen Mercedes 450-6.9 ltr. hat, habe ich regelmäßig unter mobile.de nachgeforscht um ein Goggo zu bekommen. Bei meiner Suche am 30.10.2007 fand ich eine Goggo-Limousine, die auf den Fotos noch sehr gut aussah. Er ist ein leidenschaftlicher Oldtimerbastler und hat schon einen Morris Minor 1000 und einen Ford Taunus 12M restauriert. Das bereits restaurierte Goggo wurde zur Ergänzung der Fahrzeugfamilie gekauft. In seiner Garage steht auch noch ein alter Kadett, der auf die Aufarbeitung wartet. Am Telefon nannte mir der Besitzer den Grund für den Verkauf des Goggomobiles, der mich zum Lachen anregte: Seine Begeisterung für sein Hobby und die Informationen was an dem Goggo alles erneuert, restauriert, ergänzt usw.
wurde, waren der Ausschlag für mich, einen Besichtigungstermin für das Wochenende auszumachen. Ich erzählte meinem Chef
von dem Telefonat worauf er mich erneut anheizte, doch nicht bis zum Wochenende zu warten, sondern gleich am
nächsten Tag (1.11.2007 Feiertag) das Goggo zu besichtigen. Verrückt hin und her, nachdem mich niemand von meiner Familie begleiten wollte machte ich mich am 1.11.2007 um kurz
vor 7:00 Uhr allein auf den Weg nach Berlin. Nachdem wenig Verkehr herrschte, war ich viel zu früh in Falkensee.
Nach der Ankunft gingen wir sofort in die Garage und besichtigten das Goggomobil. Ein richtiges Schätzchen war es,
was da in der Garage neben dem Morris und dem zerlegten Kadett stand. Klein, hellblau mit weißem Dach und Schlafaugen! Süß!
Der Schlüssel wurde geholt und das Goggo sprang sofort an. Nach einiger intensiver Begutachtung und einigen Fotos gingen
wir auf Probefahrt. Der Besitzer hatte am Telefon nicht übertrieben, das Fahrzeug war wirklich in einem sehr guten Zustand.
Nach einigen Kilometern, die der Besitzer zurücklegte und mir die Technik an Bord erklärte, durfte ich mich ans Steuer setzen. Zurück in Falkensee sagte ich zum Besitzer „es tut mir zwar leid für dich, aber das Goggo bist du los!“ Er suchte mir alle
Papiere und Unterlagen zum Goggo zusammen. Alte Rechnungen vom Vorbesitzer, der das Goggo für über 4000€ restaurierte, den alten
und den neuen Fahrzeugbrief, einen Ersatzteilkatalog und weitere Infos zu Glas-Händlern. Auch eine Tasche, mit der
Aufschrift „Goggomobil“ gab er mir dazu. Diese hatte er erst kürzlich neben einer Piccoloflasche „Goggosekt“, die er mir
auch schenkte, zum Geburtstag bekommen. Das Goggo war gesichert, aber wie das Gefährt nach Hause bringen? Einen eigenen Hänger habe ich nicht! Hier kam mir der Zufall zu Hilfe. In meiner Aufregung jedem zu erzählen, das ich ein Goggo gekauft habe fiel mir ein ehemaliger Kollege ein, der auch Goggo fährt. Ich rief ihn an und nach kurzem erzählen bot er mir sein Auto und seinen goggogerechten Anhänger an; ach ja, er hatte mir ja erst kürzlich davon erzählt, das er sich ein neues Goggo gekauft und dieses in Erfurt geholt hatte. In meiner Aufregung hatte ich das total vergessen. Ich wollte mich allerdings erst noch über meine Verwandtschaft in Berlin nach einer Möglichkeit über SIXT erkundigen, das Goggo zu transportieren. Zurück zu Hause kam der Anruf, das SIXT keine Anhänger für Goggo`s hat. „Die sind zu schmal“! Eigentlich wollte ich erst gar nicht, aber meine Frau überredete mich, den Kollegen gleich noch einmal anzurufen. Kaum aufgelegt
und nach einigem Hin und Her entschlossen wir uns gleich am Samstag (03.11.2007) wieder nach Berlin zu fahren um das Goggo zu holen. Bei Regen und Nebel fuhren wir dann in Richtung Heimat, als ich im Rückspiegel immer wieder Fahrzeuge bemerkte, die mir die
Lichthupe gaben. Hier konnte etwas nicht stimmen und am nächsten Parkplatz wurde der Hänger inspiziert. Tatsächlich, am Hänger
brannte kein Licht. Bremslicht und Blinker funktionierten, aber die komplette Lichtanlage war ausgefallen. Nach Durchsicht aller
Sicherungen und Steckverbindungen am Hänger blieb nur noch eine Möglichkeit. Ein Goggo! Seit diesem Tag ist der Goggo-Virus voll ausgebrochen und nicht mehr zu bremsen! |